Praktische Tips
Einkauf Lagerung Vorbereitung Anbau Nährwert
Einkauf
Kürbisse sollen eine feste Schale ohne Risse haben. Sie sollten schwer wiegen und ganz wichtig: Wenn man mit dem Knöchel dagegen klopft, muss der Ton ein tiefes Echo haben. Dann sind sie reif. Große Kürbisse werden auch stückweise verkauft. Dabei kann man sich an den Schnittstellen ein Bild von Qualität machen. Kleinere Exemplare haben aber im allgemeinen mehr Aroma und ihr Fleisch ist nicht so mehlig. Das gilt besonders für Zucchinis. Wie gesagt, gibt es mittlerweile Kürbisse auf der ganzen Welt. Deshalb werden auch fast zu jeder Jahreszeit welche angeboten. Der gute alte Kürbis im Garten wird aber immer noch im Herbst geerntet.
Lagerung
Kleine Exemplare kommen ins Gemüsefach im Kühlschrank. Alles, was dort den Rahmen sprengt, wandert am besten in den kühlen und trockenen Keller nebeneinander auf Lattenregale. Dort hält er sich viele Wochen. Für längere Lagerzeiten sollte man sie filetiert einfrieren.
Vorbereitung
Kleine Kürbisse verwendet man ganz und braucht sie nur zu waschen. Große Kürbisse müssen geschält und entkernt werden. Mit einem Löffel kratzt man die Kerne und die strohigen Fasern aus der Mitte heraus. Die Kerne einiger Sorten sind essbar. Man kann sie im Backofen rösten. Vorraussetzung dazu ist aber meist, dass der Kürbis überreif und matschig ist.
Anbau
Kürbisse selbst anbauen ist eine besonders dankbare Sache. Die Kugeln reifen, wenn es sein muß, auf jedem Hinterhof, und das auch noch im Handumdrehen. Die Samen läßt man in kleinen Schälchen einen Monat lang in warmer Umgebung keimen. Wenn die Zeit der Nachtfröste vorbei ist, pflanzt man sie im Abstand von 1,50 Meter aus. Mäßigung ist allerdings geboten: Der Ertrag ist schnell größer als der Verbrauch einer ganzen Familie. Noch dazu haben die meisten Kürbisse die unangenehme Angewohnheit, sich mit Ranken fortzupflanzen. Blattsalate, Usambaraveilchen und andere zarte Pflänzchen sind dann schnell die Verlierer auf dem Gartenbeet. Spezialisten pflanzen in die Zwischenräume gern einjährige Pflanzen wie Basilikum. Das kann man abernten, bevor die Kürbisse ihm endgültig den Boden unter den Wurzeln wegziehen. Wer nur wenig Platz hat, sollte sich auf eine nichtrankende Sorte verlegen, wozu zum Beispiel die aromatische Patissons gehören.
Licht und viel Wasser sind wichtig im Wachstum. Stehen die selbst gezogenen Kürbisse in der Blüte, kann man sich an der Gourmet-Frucht probieren. Aber Vorsicht: Einige Exemplare müssen dranbleiben, damit die Sache mit den Bienen funktioniert.
Kürbisse mit weicher Schale und Zucchinis sollte man ernten, solange sie klein und aromatisch sind. Ihre großen Brüder mit der harten Schale sollten alle Zeit haben, um ganz reif zu werden. Das merkt man daran, daß die Stiele vertrocken. Vor dem ersten Bodenfrost muss die Ernte aber im Keller sein. Sonst verwandeln sich die dicken Dinger in traurige Matsche.
Letzter Tipp: Immer ein Stück Stiel am Kürbis lassen, dann hält er sich länger.
Nährwert
Kürbisse sind im allgemeinen (zwischen den Arten gibt es Variationen) ballaststoffreich und enthalten viel Pottasche, etwas Kalzium, Magnesium, Zink und Eisen. Wenn sie reif sind, kommen noch Vitamin C und Folsäure dazu.
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