
Der Schweizer Juan Ramón Theler und seine deutsche Frau Loretta Prinzessin zu
Sayn-Wittgenstein Hohenstein kamen vor 25 Jahren ins Hinterland der Ostküste. Sie
erwarben einen alten mallorquinischen Herrensitz, der unter dem Namen La Rotana schon in
Chroniken aus dem Jahr 1242 geführt wird. Zuvor gehörte der Grundbesitz zu den
Ländereien des Marques Vilallonga Mir i Muntaner und damit einer alten Adelsfamilie
Mallorcas.
Die Neuinsulaner trieben auf ihrem weiten Land - La Rotana ist 200 Hektar groß -
zunächst Landwirtschaft. Dann entwickelte der Patron eine andere Passion, die Erhaltung
und Rekonstruktion originaler mallorquinischer Bausubstanz. Heute zeigen sich auf der
Insel nicht wenige alte Herrensitze in neuer Schönheit, restauriert von Don Juan, wie ihn
die Einheimischen nennen.

Die schönste Finca steht wohl auf seinem eigenen Grund und Boden. Die Gebäude, die der
Sproß einer renommierten Schweizer Versicherungsdynastie vorfand, stammen aus dem 17.
Jahrhundert. Im Herrenhaus wohnten bis in die neunziger Jahre Paco und Francisca, die
Bauernfamilie, die inzwischen die Feld- und Viehwirtschaft führt. Dann zogen die
Landwirte um, und heute präsentiert sich dort, wo Paco und Francisca wohnten, wo Ställe
Vieh und Scheunen Vorräte bargen, eines der feinsten Finca-Hotels Mallorcas. Exklusive
Zimmer und Suiten, reizvoll individuell geschnitten
aufgrund der Denkmalschutzauflagen, ein Restaurant mit Patio, ein Außen- und ein
Indoor-Pool (unterm Brunnen in der ehemaligen Zisterne) empfangen Gäste, die stilvolle
Ländlichkeit mit luxuriösem Komfort lieben.
Grüne Höfe und blühende Gärten umgeben La Reserva Rotana . Man spaziert unter Pinien,
Palmen und Platanen, vielfarbige Bougainvilleen wachsen über ockerfarbene Steinfassaden
hinauf zu Terrakottadächern. Mit mehr Stilgefühl und größerer Liebe zum
ursprünglichen Gesicht Mallorcas kann man eine Finca nicht restaurieren.
Im Herrenhaus mischen eine Suite, sieben
Juniorsuiten, fünf Doppel- und ein Einzelzimmer mallorquinische Landhaus Eleganz mit
behaglicher Wohnlichkeit. Überall scheint der bauliche Charme der alten Finca durch.
Zwischen venezianischem Stuck sind in den Wohnräumen Feldsteinmauern freigelegt, Bögen
aus Santanyi Stein, Wände aus sonnenfarbenem Marès fügen sich in exquisite mediterrane
Interieurs. Alte Mauerhaken sind erhalten, an denen früher Sobrasadas hingen und neben
Melonen und Pa-amb-oli Tomaten überwinterten. Zimmer Nr. 12 bewahrt steinerne
Futterkrippen, und die Badezimmer zählen zu den Perlen der Ambiance. In den warmen Farben
der Insel gehalten, sind sie behaglich wie Wohnräume und mit ihren Wanneneinfassungen aus
Travertin schmuckvoll wie die Eingangshalle mit ihren neuen Fresken.
Juan Ramón Theler kultiviert über die Jahrzehnte, die er mit
seiner Familie nun schon auf Mallorca lebt, noch eine weitere Leidenschaft, das Sammeln
schöner Gegenstände aus vergangenen Zeiten. So stand ihm ein nahezu unerschöpflicher
Fundus zu Gebot, als er daranging, das Fluidum der alten Finca mit raren Antiquitäten zu
schmücken. Hübsch so ein Detail wie das Luftgitter aus einer alten Abtei, in den
Terrakottaboden eingelassen. Mit stilsicherem Geschmack ausgesucht und plaziert Raritäten
wie die Waschbecken aus dem ehemaligen Grand Hotel Palmas, Kostbarkeiten wie die
marokkanische Truhe in einer Juniorsuite oder in der Halle die geschnitzte Decke aus einem
Kloster in Cordoba.
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