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Bauerngärten heutiger Prägung haben mehrere
Wurzeln: eine ist der jahrtausendealte Anbau von Gemüse in der Nähe menschlicher Siedlungen, zum anderen sind die Natur- und Kräutergärten der Klöster sowie die Ziergärten des Adels zu nennen. Die Wissenschaft nennt den Bauerngarten demgemäß "einen verzierten Nutzgarten". Doch landläufig wird als Bauerngarten nur der Garten der Bäuerin bezeichnet. Er diente zur Versorgung und Gesunderhaltung der Familie und des Viehs: Der Bauerngarten entstand letztlich aus der Notwendigkeit heraus, die Familie zu ernähren.
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Ein Bericht von Peter Unger und Fotos von Detlef Güthenke
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Aus dieser Zeit enthält eine Anordnung Karls des Großen eine Liste mit 73 Kräutern und Stauden sowie 16 Obst- und Nußbäumen, die, man im Garten der Krongüter anzubauen habe und die noch heute zu den klassischen Pflanzen eines Bauerngartens zählen. Abgesehen, von uns vertrauten Gemüsearten finden sich viele Hülsenfrüchte und Pflanzen, wie der Amarant oder die Gartenmelde, mehr als 20 Würzpflanzen, darunter mehrere Minzen, aber auch arge Wucherer wie Klette, Pestwurz und Huflattich. Neben Birnen- und Kirschsorten werden süße und säuerliche, früh- und spätreife Apfelsorten aufgezählt.
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