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Als wir an diesem sonnigen
Frühsommertag bei Susanne Vogt eintreffen, empfängt uns ein für ein
historisches Fachwerkhaus eher untypisches, von Licht durchflutetes,
freundlich helles Ambiente. Die Luft wird erfüllt von einem zarten
Raumduft, unter den sich das anregende Aroma frisch gebrühten Kaffees
mischt, im Hintergrund läuft wohlklingende Loungemusik. Ein
stimmungsvolles Szenario, das vom ersten Augenblick an Behaglichkeit und
Wohlfühlatmosphäre verbreitet. "Mir ist es ganz wichtig, einen Lebensraum
zu schaffen, der alle Sinne gleichermaßen stimuliert. Das ,Sichwohlfühlen'
in den eigenen vier Wänden hängt nicht ausschließlich von einer
harmonischen Einrichtung oder Dekoration ab, sondern Faktoren wie Düfte
und Klänge spielen eine ebenso wichtige Rolle", gibt die Mutter zweier
Teenager zu bedenken. In der großzügigen ehemaligen Deele mit den
angrenzenden, durch offengelegtes Fachwerk optisch eingebundenen einstigen
Stallungen spielt sich das Familien- und Gesellschaftsleben der Vogts ab.
"Bei uns ist eigentlich immer was los, sei es, dass die Kinder spontan
ihre Freunde mitbringen oder mein Mann und ich Gäste bekochen oder wir
alle gemeinsam so richtig laut Musik hören.
Die Deele mit den angrenzenden kleinen Zimmern ist unser häuslicher
Lebensmittelpunkt, den ich mit wechselnden, der Jahreszeit angepassten
schönen Dekorationen immer wieder verändere", beschreibt Susanne Vogt ihr
ganz privates Wohnkonzept. Sie mag eine Kombination aus rustikal und
elegant, das passe gut in ein altes Fachwerkhaus. Und sie bevorzuge beim
Einrichten natürliche Materialien wie Holz, Korb und Eisen. Die Eleganz
ergebe sich durch Dekoratives aus Silber oder Silberfarbenem. Dazu
kombiniert sie Farben im Weiß- und Naturtonbereich, die mit sporadischen
Farbtupfern aufgewertet werden. Eine ganz klare Handschrift, die ihre
Romantik nicht verbirgt. Ihr Lieblingsmöbel ist übrigens ein weißes
Klavier, das bei der musikalischen Familie nicht nur einen dekorativen
Zweck erfüllt. Bereits als Schülerin entwickelte die Ostwestfälin ihre
Passion für das Einrichten und Dekorieren, kaufte sich oft
Wohnzeitschriften, las Bücher. Aber erst vor drei Jahren ergab sich die
Gelegenheit, aus dem geliebten Hobby einen Beruf zu etablieren. Die beiden
Kinder waren aus dem Gröbsten heraus und so konnte Susanne Vogt endlich,
ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, an die Verwirklichung ihrer
eigenen Träume denken.
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