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VIERHUNDERT JAHRE ALT, URIG, in nahezu unverändertem Zustand lagen
fünf Hektar Wald und Weiden und ein Bach, der durchs Grundstück
fließt. Ein in die Wiese eingebetteter Naturteich vor dem Haus
lädt ein, Platz zu nehmen und zu verweilen. Der betörende Duft von
frischen Kräutern, Gras und klare Bergluft lassen den
Alltagsstress der Großstadt schnell vergessen. Hier leben Natur
und Mensch im Einklang, Traditionen werden gelebt und gepflegt.
Gabriele Soldan: „Ich selbst wuchs in einem kleinen Dorf auf, in
dem es nur fünf Höfe, eine Kirche, ein Gasthaus und einen
Dorfweiher gab. Im Jagdhaus meines Großvaters lernte ich mit
Kühen, Schafen und Hühnern im Einklang mit
mir und der Natur zu leben. Mit dem Kauf des Bauernhofes 1978
holte ich mir ein Stück meiner glücklichen Kindheit zurück.“
In liebe- und hinwendungsvoller Weise wurde der Bauernhof nach dem
Kauf in den folgenden zehn Jahren renoviert. Nicht nur die Wahl
der Handwerker, sondern auch die Materialien und das Verständnis
für das Alte und Echte waren eine besondere Herausforderung für
die Eigentümerin. So meisterte sie diese Aufgabe mit Leidenschaft,
warmen Emotionen und viel Liebe zur Tradition und zum Detail. Der
Erhalt der Werte und Kultur dieser Region und Zeit waren ihr ein
besonderes Bedürfnis. So entdeckt man heute, dass dieser Ort
unverändert scheint und die Zeit angehalten wurde. Gabriele Soldan
beherrschte zur Perfektion, das Neue in dieser Welt nicht neu
erscheinen zu lassen, sondern erhielt den traditionellen Gedanken
der „guten alten Zeit“.
Sowohl Fenster als auch Balken und Böden sind im Originalzustand
und zirka einhundert bis einhundertfünfzig Jahre alt. Jedes
Wochenende verbrachte sie mit ihrem Partner und Freunden auf dem
Hof, um in
akribischer Kleinarbeit die Balken, Böden und
Fenster abzulaugen. Handwerker, die sich auf traditionelle
Handwerkskunst verstehen, wurden eingesetzt, um in ursprünglicher
Weise den Hof wiederherzustellen. Selbst die Nachbarn standen mit
Rat und Tat zur Seite und gaben wertvolle Tipps zum Renovieren. Im
Keller des Anwesens fand die Hausbesitzerin wunderschönes altes
Steingut wie Töpfe und Tröge, die sie nun in neuem Glanz
erscheinen lässt und im ganzen Haus verteilt hat. Die Liebe zu all
den alten Dingen sprach sich schnell im Umkreis herum, sodass es
nicht selten vorkam, dass nette Menschen aus den umliegenden
Dörfern vor ihrer Haustür standen, um ihr mit Altem eine Freude zu
machen. Wie die Bienenzüchterin aus dem Nachbarort, die ihr ihren
eigenen alten Bienenkorb schenkte, der heute den Eingangsbereich
schmückt. |