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EIN WINTERMÄRCHEN OFFENBART SICH. Das idyllisch
gelegene Dorf, in dem die Zeit stehengeblieben
scheint, liegt nur vierzig Minuten von den Großstädten München und
Salzburg entfernt.
Zur Begrüßung kommen Golden Retriever Valentino und Shary, ein
schwarzer Labrador, schwanzwedelnd herbeigelaufen. Weniger
verspielt und auf leisen Pfoten beschnuppern die vier Katzen Kati,
Brodi, Tiffany und Eros den Besuch. Ach ja, „sie müssen auch noch
,Aventin Duke of Avilla‘, mein dreißigjähriges Pferd, begrüßen“,
meint die Hausherrin. „Er bekommt jetzt sein Gnadenbrot.“ Die
Tierliebe spiegelt nur eine der vielen Leidenschaften der Bewohner
dieser Idylle wider. Seit nunmehr zwanzig Jahren lebt Familie
Spandl in diesem bayrisch-eleganten Landhaus, das 1950 eigens von
der Gräfin Els aus der Oberpfalz für ihre Kinder zur
„Sommerfrische“ erbaut wurde. Das Ehepaar hat seither einige
Umbauten des ehemals gräflichen Besitzes vorgenommen, jedoch ganz
behutsam, um den Stil des alten Landhauses zu bewahren. Der Schnee
hüllt den Garten in ein weißes Kleid. Nur noch die schneebedeckten
Eisenmöbel erinnern an lauschige Sommerabende. Unter der pudrigen
Schneedecke fast verborgen, blitzen alte englische Tierskulpturen
wie stolze Jagdhunde und rassige Pferde hervor. Diese Menagerie
ist der ganze Stolz der Hausherrin und lässt ihre große
Sammlerleidenschaft erahnen. Primus inter pares: Die mit zuckrigen
Schneekristallen bedeckte filigrane Statue der griechischen
Siegesgöttin Nike, die symbolisch für den Frieden steht und den
Garten durch ihre Schönheit verzaubert. Die Hausherren entdeckten
die Göttin während einer Reise durch Belgien bei einem Händler für
alte Gartenskulpturen. Schweift das Auge weiter, ist man
überwältigt von dem Anblick des in der Sonne silbrig glänzenden
Chiem- und Simsees auf der einen
Seite und dem verträumten Dorf Törwang mit seiner verschneiten
Dorfkirche, dem Hochries und den bayerischen Bergen auf der
anderen Seite. Ein Rundumblick von einer Schönheit, wie sie nur
von Gottes Hand geschaffen werden konnte.
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