Die kleinen Städtchen des Osnabrücker
Landes bieten ihren Bewohnern oft nicht nur malerische Stadtkerne und
ein hohes Maß an Lebensqualität, sie stecken auch voller
Überraschungen. Wo sonst findet man nur einen Steinwurf von Kirche und
Marktplatz entfernt ein malerisches Gartenidyll mit Fachwerkromantik,
wie es normalerweise nur auf dem Lande zu entdecken ist?
Text: Gundula Luig-Runge
Fotos: Stefan Fister
BEREITS ALS KIND bewohnte Stefan Wessling mit seinen Eltern ein
altes großzügiges Haus mit riesigem Garten. Später als junger
Erwachsener richtete er sich das Dachgeschoss einer eleganten
Jugendstilvilla ein – und auch die verfügte über reichlich Grün
drumherum. Das formte sein Verständnis und die Wertschätzung für
tradierte Wohnformen! Mit dem Verkauf der Villa stellte sich für
den jungen Verlagskaufmann die Frage nach einem neuen adäquaten
Domizil. Außer seinem Heimatort kam keine andere Ortschaft zum
Wohnen in Frage und zentral sollte das neue Zuhause ebenfalls
liegen. Ein guter Freund erfuhr davon und konnte helfen. Dessen
Mutter war kurz zuvor Eigentümerin eines der ältesten
Fachwerkhäuser der Stadt geworden (die Inschrift des Deelentors
nennt das Jahr 1630), und sie suchte passende Mieter für dieses
historische Schätzchen. Stefan Wessling war sofort begeistert. Zum
einen faszinierte ihn die günstige Lage, es bedarf nur weniger
Schritte in die Fußgängerzone und zum Kirchplatz. Zum anderen bot
das achthundert Quadratmeter große, von altem Baumbestand geprägte
Gartengrundstück einen friedlichen ruhigen Gegenpol zum urbanen
Umfeld. Das Traumhaus war gefunden, nur war es noch nicht
renoviert. Aber da wurden sich die sympathische Vermieterin und
Stefan Wessling schnell einig. Er bekam Mitspracherecht bei der
Innengestaltung und zeigte zusätzliches Engagement durch
erhebliche Mithilfe beim Aus- und Umbau.
Charakteristisch für norddeutsche Bautradition sind
die Inschriften über den Deelentoren: Dieses Haus wurde 1630
erbaut und gehört zu den ältesten der Stadt.
Stefan Wessling sammelt alte Audio-Geräte wie diese
Musiktruhe aus den 60er Jahren (links im Bild). Das gute Stück
wurde vorbildlich gepflegt und belohnt mit seinem sonoren
Klang.
Einen durchgestylten Einrichtungsstil sucht man bei den
Wessling/Belaus vergebens. Die Möbel des Paares
sind mit viel Liebe zusammengetragene Einzel- und Erbstücke,
an denen zum Teil rührende Geschichten hängen.
Herzstück und kommunikatives Zentrum der Wohnung ist die
Küche. Gern und sooft wie möglich werden hier
Freunde empfangen und mit mitgebrachten Köstlichkeiten aus
fernen Ländern köstlich bekocht.
Weitere interessante
Home-Storys und ein vollständiges Portrait über Stefan Wesselings
Landidyll finden Sie in in der COUNTRY-STYLE Ausgabe Heft 32,
erhältlich in unserem
Online-Shop, einfach auswählen
und bestellen, oder genießen Sie mit einem COUNTRY STYLE
Abonnement viermal im Jahr
Einblicke in die schönsten Häuser.