Künstler
und Könige erlagen schon vor Jahrhunderten reihenweise ihrem
Charme. Die stets wachsende Schar ihrer Bewunderer wartet jedes
Jahr aufs Neue gespannt auf den prachtvollen Auftritt der Iris im
Garten. Spätestens im Mai ist es wieder so weit. Verzweifelte
Nebenbuhlerinnen, die in ihrem Schatten zu verblassen drohen,
werden sich erneut fragen: Was hat sie nur, was andere nicht
haben? Aber selbst ihnen dürften die unverkennbaren Vorzüge der
Iris nicht verborgen bleiben, Ihre Erscheinung ist majestätisch,
ihr Duft betörend und ihre schimmernden Blüten strahlen eine
geradezu überirdische Schönheit aus. Kein Wunder, dass man ihr den
Namen einer Göttin gab.
In der griechischen Mythologie ist Iris die Göttin des
Regenbogens, die den Olymp nur verließ, um göttliche Botschaften
zu überbringen. Darstellungen zeigen ein wunderschönes Mädchen mit
geflügelten Schuhen, das blumengleiche Roben aus glänzenden Farben
trägt und am Himmel einen Regenbogen hinter sich her zieht. Sie
ist es, die die Seelen der Sterblichen in die Unterwelt geleitet.
Dementsprechend werden im Orient noch heute die Gräber der
Verstorbenen mit Iris-Blüten geschmückt. Auch in der christlichen
Symbolik gilt die Iris als die Blume der Verkündigung, der
Regenbogen als Zeichen der Versöhnung zwischen Gott und den
Menschen. Nach der großen Sintflut war der Regenbogen das erste,
was Noah, zusammen mit der Taube, die den Ölzweig brachte, sah...

Irispflanzungen sind in Deutschland in folgenden Städten zu besichtigen:
Cottbus (Bundesgartenschaugelände), Dortmund (Westfalenpark),
Düsseldorf (Bundesgartenschaugelände), Essen (Grugapark),
Frankfurt (Palmengarten,) Hamburg (Planten un Blomen), München
(Westpark), Stuttgart (Killesberg).
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