Zwischen
Wäldern, Wiesen und Feldern, am Rande des nördlichen Ruhrgebiets,
das hier schon recht münsterländisch anmutet, liegt das
Wasserschloss Lembeck inmitten eines herrlichen Parks. Das
wunderschöne Barockschloss, vor 300 Jahren auf den Resten einer
Ritterburg aus dem 13. Jahrhundert errichtet, ist seit seiner
Entstehung im Besitz ein und derselben Familie. Als Marie-Josefa
von Westerholt Lembeck im Jahre 1708 den Grafen von Merveldt zu
Wolbeck heiratete, gelangte das Schloss in den Besitz der Familie
Merveldt, die hier heute noch zu Hause ist. Wer das Glück hat, von
Catherine von Merveldt selbst durch Schloss und Garten geführt zu
werden, erfährt fast beiläufig eine Menge über den
geschichtsträchtigen Ort. Hier fanden beispielsweise spektakuläre
Hexenprozesse statt, da die so genannte Herrlichkeit Lembeck, zu
der neben dem Dorf Lembeck sechs weitere Dörfer gehörten, eine
eigene Gerichtsbarkeit ausüben durfte.
Die
außergewöhnliche Ruhe und Abgeschiedenheit des Ortes rühmen
besonders die Gäste des schlosseigenen Hotels. Die Zimmer mit
Himmelbett sind bei Hochzeitspaaren sehr beliebt, zumal man sich
in der alten Bibliothek im Turmzimmer sogar standesamtlich trauen
lassen kann und es sich anschließend im prachtvollen Speisesaal
wunderbar feiern lässt.
Der
einstige Privatgarten entwickelte sich mit wachsender Besucherzahl
zu einem Museumspark, der heute besonders an den Wochenenden zu
einem beliebten Ausflugsziel geworden ist. Im Garten darf an einem
eigens eingerichteten Platz sogar gegrillt werden. Kinder tummeln
sich auf dem Spielplatz und besuchen Ziegen, Schafe,
Meerschweinchen und Kaninchen im Streichelzoo.
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