Die bildschönen Landstriche Oberbayerns waren und sind
bei Landschaftsmalern sehr beliebt. Kein Wunder! Hier gibt es
sie noch, die "malerischen" Almwiesen, wo nichts als das Läuten
der Kuhglocken die Stille durchbricht. Romantische alte Bauernhäuser, die allem zum Trotz ihr wettergegerbtes
alpenländisches Gesicht und (weitestgehend) ihr authentisches Innenleben bewahrt haben - so wie der Hof der
erfolgreichen Inneneinrichterin Barbara Hammerstein im wunderschönen Garmisch-Partenkirchen.
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Ich habe noch nie ein Bauernhaus gesehen, das so hohe und so große Räume hat", erzählt Barbara Hammerstein, während wir in der Wohnstube an einem alten Holztisch Platz nehmen und sie den Kaffee zubereitet. "Sie sind immerhin 2,60 Meter hoch.
Selbst leer strahlen diese Räume eine derartige Großzügigkeit aus, dass es mir um jedes platzierte Möbelstück leid tat."
Als ihr das 350 Jahre alte Bauernhaus vor den Toren Garmisch-Partenkirchens angeboten wurde, hat sie nicht lange gezögert. "Das war schon immer mein Traum", erzählt Barbara Hammerstein.
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Mittlerweile ist sie eine erfolgreiche
Inneneinrichterin, die äußerst prägende Jahre, "von 1989 bis 1995", am Hofe des
Königs von Saudi-Arabien verbracht hat. Sie entwickelte (Einrichtungs-)Vorschläge
für einen "Riesenpalast", richtete Gästehäuser des Königs ein, außerdem ein Ministerium und einige Privathäuser. Barbara Hammerstein: "Ich versuchte das Europäische mit dem Orientalischen zu verbinden. Und das mache ich auch in meinen eigenen Räumen."
Auf ihrem 3
000-Quadratmeter-Anwesen gibt es noch zwei alte Heustadl; der eine wird als Keramikwerkstatt mit Brennofen und Töpferraum genutzt, im anderen hat Barbara Hammerstein ihr kleines Geschäft für Inneneinrichtungen, für französisches Geschirr und Dekorationen. Bei einem Rundgang lernen wir das imposante Bauernhaus, das auf 1000 Meter Höhe liegt, besser kennen - immerhin 16 Räume verteilt auf 500 Quadratmeter Wohnfläche (inklusive der zwei Ferienwohnungen). Bewirtschaftet wurde es in der Anfangszeit von den Lehnbauern des Bischofstums Freising; später war es dann Almwirtschaft. "Ich habe das von der Substanz her grundsolide Haus in einem äußerst desolaten Zustand übernommen", erzählt die Gastgeberin. "Es gab keine ausreichende Elektrizität, keine
Heizung und die Holzböden mussten komplett neu verlegt werden."
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