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Zuerst entdeckten Bernd
und Daniela Dahlmeyer die vom Verfall bedrohte Hofstelle im östlichen
Münsterland während eines Winterspaziergangs. Eingebettet in Wiesen, Felder und
ein angrenzendes Naturschutzgebiet, in dem bis vor wenigen Jahren noch einer der
letzten Eisvögel genistet hatte, vermittelte das für die Region typische Vierständer
Fachwerkhaus einen äußerst jämmerlichen Eindruck, die Tage bis zum Abbruch
schienen zweifellos schon gezählt.
Die
naturschöne Umgebung war selbst im Winter beeindruckend, aber wie sollte sich ein
kinderloses Ehepaar die Nutzung eines Gebäudes vorstellen, dessen Grundmaße mit
sechzehn mal dreiunddreißig Metern ohne Frage die ursprüngliche
landwirtschaftliche Funktion als Tenne und Viehstall bestens erfüllte, als Wohnhaus jedoch völlig
überdimensioniert erschien. So kam es zu einer Liebe auf den zweiten Blick.
Als die Wege der Dahlmeyers im Sommer wieder
an dem Hof vorbeiführten, zeigte sich die Natur von ihrer schönsten Seite. Saftiges
Grün im angrenzenden Wäldchen, blühende Wiesen und Felder, Vogelgezwitscher und
ein freundliches Gespräch mit dem benachbarten Bauern ließen spontan eine Vision
entstehen, die die beiden heute als die beste Entscheidung ihres Lebens bezeichnen. Der
Makler, der den Kontakt zu dem Eigentümer herstellte, war schnell gefunden und
die Restaurierung konnte beginnen.
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