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Ausgabe März 2000

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Auf dem Weg zum Rosengarten

Er begeistert uns, der Rosengarten im Juni und Juli, wenn die Alten Rosen blühen und duften, die Englischen Rosen ihren Farbzauber vollführen, umgeben und durchwirkt von Glockenblumen und Storchschnabel, Schleierkraut und Margeriten, Lilien und Rittersporn oder umgeben von der Eigenartigkeit und den Duftwolken kleingesichtiger Gewürzkräuterpflanzen. Nur - wie sieht dieser Rosengarten im Frühling aus? Wie viele Gedanken, wieviel Gestaltungsenergie wurden in diese 3 bis 4 Monate des Jahres eigentlich investiert? Wie leicht wird diese lange Zeit bei aller Rosenliebe und Konzentration auf den heißgeliebten Sommer doch vernachlässigt. Dabei können Frühlingsszenen im Gartenbild von unvergleichlichem Zauber und Liebreiz sein. Sie sind von einer Art, die viel Wildhaftes und Kindlichkeit in sich trägt. Gerade so, wie das Jahr noch jung ist, die Vegetation neu beginnt sich zu entfalten, sind die meisten der ersten sprießenden Blümchen klein.

 

Gehölze in der Nachbarschaft

Selten steht ein Rosengarten allein vor oder am Haus. In den meisten Fällen ist er ein Teil einer Gartenanlage. Da dem Rosengarten zu seiner Zeit die Aufmerksamkeit zufallen soll, ist es ratsam, die anderen Gehölze so auszuwählen, daß sie den Rosen im Sommer eine Bühne bereiten, mit ihrem Blüten- oder Fruchtschmuck aber im Frühling, Herbst oder
Winter besondere Reize zeigen. Damit hat der Garten eine gute Chance, das ganze Jahr hindurch wechselnde Schönheit an den Tag zu legen. Zu den Gehölzen mit viel Zierwert für den Frühling und teilweise sogar noch mit Früchten und attraktiver Laubfärbung im Herbst gehören Obst- und Zierobstsorten, Clematis-alpina-Sorten, Magnolien und Zaubernuß, Felsenbirne, Japanische Zierquitten und Spierenarten mit ihren sehr verschiedenen Sorten.

Rosen pflanzen und pflegen

Frühling ist die Zeit, wo viel Energie vorhanden ist, den Garten neu zu gestalten, also auch Rosen zu pflanzen. Und nun ist auch der letzte, letztlich auch der beste Termin, Rosen zu beschneiden und zu lenken, was besonders für Strauch- und Kletterrosen von Nöten ist. Dabei ist zu beachten, daß einmalblühende Rosen am vorjährigen Holz blühen, man dort also niemals die neu gewachsenen Zweige des Vorjahres abschneiden soll, weil sie die Blüten hervorbringen werden. Und weil besonders diese Rosensorten Blüten aus den Blattachseln hervorbringen können, führt man sie waagerecht oder schräg an Wände,
Zäune, Eisen- oder Holzgestelle.

 

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