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Auf dem Weg zum
Rosengarten
Er begeistert uns, der Rosengarten im
Juni und Juli, wenn die Alten Rosen blühen und duften, die Englischen
Rosen ihren Farbzauber vollführen, umgeben und durchwirkt von Glockenblumen
und Storchschnabel, Schleierkraut und Margeriten, Lilien und Rittersporn oder
umgeben von der Eigenartigkeit und den Duftwolken kleingesichtiger Gewürzkräuterpflanzen. Nur
- wie sieht dieser Rosengarten im Frühling aus? Wie viele Gedanken, wieviel
Gestaltungsenergie wurden in diese 3 bis 4
Monate des Jahres eigentlich investiert? Wie leicht wird diese lange Zeit bei aller
Rosenliebe und Konzentration auf den heißgeliebten Sommer doch
vernachlässigt. Dabei können Frühlingsszenen im Gartenbild von unvergleichlichem Zauber
und Liebreiz sein. Sie sind von einer Art, die viel Wildhaftes und Kindlichkeit in sich
trägt. Gerade so, wie das Jahr noch jung ist, die Vegetation neu beginnt sich zu
entfalten, sind die meisten der ersten sprießenden Blümchen klein.
Gehölze in der Nachbarschaft
Selten steht ein Rosengarten allein vor oder
am Haus. In den meisten Fällen ist er ein Teil einer Gartenanlage. Da dem Rosengarten zu seiner Zeit die
Aufmerksamkeit zufallen soll, ist es ratsam, die anderen Gehölze so auszuwählen, daß
sie den Rosen im Sommer eine Bühne bereiten, mit ihrem Blüten- oder
Fruchtschmuck aber im Frühling, Herbst oder
Winter besondere Reize zeigen. Damit hat der Garten eine gute Chance, das ganze
Jahr hindurch wechselnde Schönheit an den Tag zu legen. Zu den Gehölzen mit viel Zierwert für
den Frühling und teilweise sogar noch mit Früchten und attraktiver Laubfärbung im
Herbst gehören Obst- und Zierobstsorten, Clematis-alpina-Sorten, Magnolien und
Zaubernuß, Felsenbirne, Japanische Zierquitten und Spierenarten mit ihren sehr
verschiedenen Sorten.
Rosen pflanzen und pflegen
Frühling ist die Zeit, wo viel Energie vorhanden ist, den Garten neu zu gestalten,
also auch Rosen zu pflanzen. Und nun ist auch der letzte, letztlich auch der beste
Termin, Rosen zu beschneiden und zu lenken, was besonders für Strauch- und
Kletterrosen von Nöten ist. Dabei ist zu beachten, daß einmalblühende Rosen am vorjährigen Holz blühen, man dort also niemals die
neu gewachsenen Zweige des Vorjahres abschneiden soll, weil sie die Blüten
hervorbringen werden. Und weil besonders diese Rosensorten Blüten aus den
Blattachseln hervorbringen können, führt man sie waagerecht oder schräg an Wände,
Zäune, Eisen- oder Holzgestelle.
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