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Bei der Wiederbelebung der
verschiedenen Innenhöfe hielt sich der neue Schloßherr an die Vorgaben seiner Vorgänger Hugo von Montalban, Hans Sinkmoser
und William Rowland. Lediglich ein Teil seiner Tibetica-Sammlung hat hier einen
neuen Platz gefunden. Im Haupthaus, dem Palas, wurde nach erfolgter Sanierung ein
"Maskensaal“ angelegt (Messner hat jedem bedeutenden Teil seines Schlosses einen
eigenen Namen gegeben), der tibetisch eingerichtet ist und die aus fünf Kontinenten
zusammengetragene Maskensammlung des Hausherrn beherbergt.
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Der "Saal der tausend Freuden", benannt nach der ersten Frau des tibetischen Sagen-Helden
Gesar, wurde zum Festsaal erkoren. Die Interieurs bilden ein neun Meter langer Tisch, ein
Kamin sowie ein halbes Dutzend Wandmalereien aus Tibet, die das Leben Gesars
darstellen. Daran anschließend befindet sich Messners Bibliothek zum Thema Berg und
Abenteuer. Hier hat er auch zahlreiche seiner Bücher verfaßt.
Ein Stockwerk tiefe haben Reinhold Messner, seine Lebensge
fährtin Sabine Stehle und die gemeinsamen Kinder Magdalena und Gesar Simon
ihre Privatwohnung. Ein praktischer
Wohnbereich mit Eßzimmer, Wohnzimmer,
Küche, Bad und einem Schlaftrakt.
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Zehn Jahre lang wohnte und gestaltete
Messner sein Rückzugsdomizil, stellte permanent Möbel um, ergänzte seine
Sammlungen von Tibetica, Masken und Bildern, setzte seine Visionen in die Tat um. Juval
wurde während dieser Zeit zu seinem Fixpunkt in Europa, seinem imaginären
Fixstern, wenn er weit weg war.
Doch irgendwann gab es für den Hausherrn nichts mehr zu verändern, denn es war eine
Harmonie nach Juval eingekehrt, die besser nicht sein konnte. Doch Fertiges ist für den
mittlerweile 55jährigen uninteressant. Ihn reizt das Machen - und Juval ist seiner
Ansicht nach perfekt. Deshalb entschloß er sich 1995, seine Fluchtburg der
Allgemeinheit zugänglich zu machen - als Museum.
Zehn Räume sind für die zahlreichen Besucher zugänglich: der Spielturm, die
Yeti-Höhle, die Hauskapelle, das Maskenzimmer, der Saal der tausend Freuden, die
Bibliothek, der
Expeditionskeller, die Gompa, die wie das Herz eines tibetischen Klosters eingerichtet ist, die Ruine als Haus
der Trolle und der Gnome und die Bildergalerie. Hinzu kommen beide Schloßhöfe, in
denen eine Reihe von Sammelstücken stehen, in Nischen und leeren Fensterhöhlen.
Der rastlose Messner widmet sich derzeit anderen Aufgaben. Jüngst wurde er als
Kandidat für die Grünen ins Europaparlament nach Brüssel gewählt. Dort setzt er
sich verstärkt für die Erhaltung der Alpenregionen ein. Parallel dazu befaßt er sich
mit einem neuen Projekt, der Gestaltung einer musealen Anlage in den Dolomiten
- einer Begegnungsstätte für Völker und Kultur.
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