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Reinhold Messner

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Er ist der berühmteste Bergsteiger aller Zeiten, Bezwinger von vierzehn  
Achttausendern, ein Mann, der die Extremerfahrung sucht und sie in immer neuen
Der Buschenschank mit Bauernhof unterhalb der Burg gehört ebenfalls zu Reinhold Messners Besitz. Projekten auch findet. Über 40 Bücher hat er über sein risikoreiches Leben schon geschrieben, hat das Erlebte dort verarbeitet, hat u. a. die Erlebniswelt Berg für breite Schichten populär gemacht und auch einen Teil seines Ichs preisgegeben. Getrieben von einem gewaltigen Tatendrang wirkt er ewig rastlos, sein wacher Geist ist voller Ideen, sein Gegenspieler ist die Zeit, die zum Verwirklichen bleibt. Zu Hause an den unwirtlichsten Plätzen dieser Welt, braucht auch ein Grenzgänger wie Reinhold Messner manchmal die Geborgenheit eines richtigen Heimes, einen Ort, an den er sich zurückziehen kann, wo er sich wohl fühlt. In dem trutzigen Schloß Juval im Südtiroler Vinschgau hat Messner seine persönliche Fluchtburg gefunden.

ekanntheit ist nicht immer von Vorteil. Diese Erfahrung mußte auch Reinhold Messner machen, dem neugierige Touristen viel zu oft vor seinem Haus im Bergdörfchen Villnöß auflauerten. Das machte ihn unzufrieden und scheu. Er fühlte sich beobachtet, verfolgt und eingeengt. Aus dieser Situation heraus entstand der Gedanke an eine Fluchtburg, hoch oben am Berg, hinter Mauern geschützt und verschanzt. Die 1983 erworbene Burg Juval wurde von Messner binnen zehn Jahren nach und nach wiederhergestellt. Der Traum wurde immer konkreter, die Suche nach einer Ruine oder Halbruine begann. Mehr ließen die finanziellen Mittel des Südtirolers Anfang der 80er Jahre nicht zu. Außerdem entsprach es seinem Naturell, sich sein Domizil selbst herzurichten, sie aktiv zu gestalten. Es vergingen viele Monate, bis der Südtiroler im westlichen Teil seiner Heimat, dem Vinschgau, endlich fündig wurde. Die erste Begegnung mit der Halbruine Schloß Juval war für Messner Liebe auf den ersten Blick. In seiner Phantasie hatte er seine Fluchtburg so immer vor sich gesehen. Aus dem Felsen wächst sie heraus, über der Landschaft des Vinschgaus und der Enge der Schlucht am Beginn des Schnalstals. Kühn, spröde und sicher stehen ihre Mauern. Ein Ort der Ruhe und der Harmonie. Juval wurde Messners Burg - für eine lange Zeit. Dort konnte er endlich von der Öffentlichkeit weitgehend befreit das tun, was ihn bewegte: Sammeln und gestalten. 

Bei näherer Inspektion stellte sich heraus, daß es in der gesamten Burganlage keinen einzigen bewohnbaren Raum mehr gab. Trotzdem ließ sich Messner von seinem Vorhaben, auf Juval zu wohnen, nicht abbringen. Ein Jahr verstrich, die Burg blieb, wie sie war. Erst nachdem er sich innerlich Klarheit verschafft hatte, wie Juval einmal werden sollte, wie er dort leben konnte, begann die Sanierung im Jahr 1984. Sie erfolgte im besten Einvernehmen mit dem Landesdenkmalamt und mit Hilfe tüchtiger Handwerker aus der Umgebung. Von Anfang an stand fest, daß der populäre Bergsteiger nur während der Sommermonate auf dem Schloß leben wollte, weil es keine Zentralheizung gab. Die hätte man zwar einbauen können, dafür hätten jedoch die historischen Wandfresken zerstört werden müssen - und das wollte Messner nicht. Lediglich ein kleines Gesindehaus wurde winterfest gemacht. Für alle Fälle. 

  

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