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Reiten und Jagen - zwei gutshöfische Traditionen

Doch nicht nur der Mensch findet auf dem Linslerhof sein ganz persönliches Paradies. Auch den dort in historischen Stallungen - es sind die schönsten des Saarlandes - untergestellten 75 Pferden geht es blendend. Unter der Leitung von Julius Schmeer werden sie gehegt, umsorgt und trainiert. Reitern steht eine großzügige neue Reithalle, ein Longier-Platz und sogar eine Galopper-Trainingsbahn zur Verfügung. Zahlreiche Boxen für Pensions- und Gastpferde ermöglichen es, den eigenen Vierbeiner mitzubringen und die wunderbare Natur mit kilometerlangen Reitwegen durch Wiesen und Felder bei langen Ausritten kennenzulernen und zu genießen. Zum Beispiel durch die benachbarten Wälder "Warndt" und "Theisspeter". Drei liebe Hotelpferde freuen sich auf passionierte Reiter unter den Gästen. Und zur Freude der kleinen Besucher hat Brigitte von Boch-Galhau einen streichel-Zoo mit Eseln, Schafen und Ziegen angelegt.
Zu den Highlights des Linslerhofes zählt ganz sicher die Jagdschule, die im alten Gutshaus untergebracht ist. Damit wurde eine Tradition aufgegriffen, die, so wird erzählt, schon Kaiser Barbarossa vor 800 Jahren in das wild- und fischreiche Bisttal führte.
Anfang 1994 begannen Josef und Hanne Gratz, die Inhaber der Jagdschule Linslerhof, mit professionellen Vorbereitungsseminaren zur Jäger-, Falkner- und Wiederladerprüfung in Kompaktform. Damit setzten sie ganz neue Maßstäbe in der Ausbildung, die bundesweit anerkannt ist. Mittlerweile gehört ihre Jagdschule zu den beiden führenden in Deutschland, die ganzjährig hochqualifizierte Kompakt- und Wochenendseminare anbietet. Zur Ausstattung gehört auch Europas modernster Schießstand. Er wurde unter die Erde verlegt, ist vollklimatisiert und computergesteuert - ein einmaliges Erlebnis für Sportschützen und Jäger.

Begehrt bei Gourmets und Heiratskandidaten

St. AntoniusstubeÜberaus gemütlich und vielseitig gibt sich die gastronomische Seite des Linslerhof. In einem ehemaligen Pferdestall befindet sich jetzt die "St. Antoniusstube", ein anheimelndes Restaurant mit lachsfarben gewischten Wänden, grün antikisierten Holzvertäfelungen und einem riesigen, aber leicht wirkenden runden Kerzen-Lüster in der Mitte des Raumes. Die Rustikalität wird durch den offenen Kamin und natürlich die Jagdmotive an den Wänden betont. Man speist eine vorzügilche französisch und regional geprägte Küche, die schon mehrfach ausgezeichnet wurde.
Küchenchef Dominique Stenger arbeitet selbstverständlich mit den frischen Produkten des Hofes, wozu auch das phantastische Fleisch der schwarzen Angusrinder gehört, die das ganze Jahr auf den saftigen Weiden des 360 Hektar großen Linslerhofs an frischer Luft verbringen. Festsaal Das ,,St. Georg Bierstüberl" sowie der kastanienbestandene Sommer-Biergarten runden das gastronomische Angebot ab. Einen faszinierenden Rahmen für Feiern aller Art bietet der große Festsaal mit seinen mit bäuerlichen Motiven bemalten Wandfriesen, an den sich noch ein romantischer Rosengarten anschließt. In dieser einmaligen Atmosphäre werden große Baukette, Ballnächte oder Hochzeiten zum unvergeßlichen Erlebnis. 
Apropos Heiraten.
Das können Paare in der idyllischen gutseigenen Hochzeits-Kapelle, die schon 1153 als alte Wallfahrtskirche beschrieben wurde. Kapelle Eine Pilgerstätte ist die Kapelle bis heute geblieben. Neben den Hochzeitspaaren kommen einmal jährlich am ,,Linslertag, dem ersten Samstag nach Pfingsten, wallfahrende Reiter und andere Tierbesitzer, um ihre geliebten Haustiere segnen zu lassen. Vor dem Eingang der Kapelle, die dem heiligen Antonius geweiht ist, stehen zwei ausladende 300jährige Linden, ein Hinweis auf die Bedeutung des Namens Linslerhof.
Er erklärt sich aus dem Sprachgebrauch seiner Entstehungszeit im Jahr 1154. Linslerhof und die in der Geschichte gebräuchliche Abkürzung Linsel oder Leseln bedeutet soviel wie "Linden am Wasser“ oder "Land am Sumpf". Brigitte von Boch-Galhau hat den lauschigen Spazierweg zum Kirchlein deshalb alleeartig mit jungen Lindenbäumen bepflanzt. Doch bis die einmal so stattlich sind wie die großen, müssen wohl noch einige Jährchen vergehen. Und wenn man auf die Historie dieses ungewöhnlich beständigen Gutshofes zurückblickt, wird er das sicherlich geduldig erleben.

 

Hotel Linslerhof

66802 Überherrn
Telefon: 0 68 36 / 80 70
Telefax: 0 68 36 / 8 0717

 

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