

In der Luft über den sanften Tälern liegt der Duft von Zitronen, Zedern und Rauch.
Wolken von Thymian und Salbei ziehen durch die Straßen der Städte.
Das Land scheint nur aus Düften und melancholischem Licht zu bestehen,
wenn die Sonne es am Abend in mildes Rot taucht.
Noch weitaus größer als die
Schar der Beflissenen, die wegen der schönen Künste in die Toskana pilgern, ist die
Schar der Feinschmecker und Genießer, die hier ihr Schlaraffenland gefunden haben. Es
gibt wohl kaum einen Gourmet, dem nicht schon bei der Erwähnung des Namens
"Toskana" das Wasser im Munde
zusammenläuft. Gemüse frisch vom Markt, Fisch frisch aus dem Meer, Schinken von wilden
Schweinen, Käse von Rind, Schaf und Ziege. Polenta, Risotto und natürlich Pasta in allen
Variationen. In den zahlreichen Trattorien und Ristorantes in der Heimat des Chianti wird
die cucina casalinga, die Hausfrauenküche, gepflegt.
Dabei steht oftmals la mama hinter dem Herd oder sogar die nonna, die
Großmutter.
In der Toskana wird bei jeder Gelegenheit ausgiebig geschlemmt. Ein Mahl beginnt
stets mit Antipasti, einer Vorspeise, die z.B. aus Crostini, geröstetem Weißbrot, mit
Hühnerlebercreme oder Olivenmousse bestehen könnte. Eine einfache, aber herrliche
Delikatesse ist auch die Bruschetta, eine Scheibe schlichtes, frisches Bauernbrot mit
Tomatenstückchen, mit frischem Basilikum, etwas Knoblauch, Olivenöl, Pfeffer und Salz
gewürzt. Einfach molto delicioso!
Danach wird der primo piatti, der erste Gang, serviert. Er besteht in der
Regel aus Pasta, Reis- oder Maisgerichten. Bei uns weniger bekannt ist das Risotto, das in
der Toskana jedoch einen großen Stellenwert auf jeder Speisekarte hat.
Ebenfalls nicht so geläufig ist bei uns die Potenta, die aus Maisgrieß
zubereitet wird. Danach folgt das eigentliche Hauptgericht, die secundo piatti.
In der Toskana überwiegen die Bergbauern bei weitem gegenüber den Fischern, und
so ist es nicht verwunderlich, daß Fleisch und Geflügel eine größere Rolle spielen als
Fisch. Eines der bekanntesten Fleischgerichte ist das bistecca alla
Fiorentina, ein prächtiges Stück Hochrippe und Lendenfleisch mit einem T-Bone,
geschnitten aus dem saftigen Fleisch der weißen Rinder des Chiana-Tals, das, nur mit
Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft gewürzt, auf dem Holzkohlegrill zubereitet wird.
Einen opulenten Abschluß des toskanischen Mahls bilden die Süßspeisen, die dolce.
Danach genießt man vor dem Espresso vielleicht noch ein paar cantuccini, die
Mandelkekse, die in den süßen Dessertwein, den Vin Santo, getaucht werden.
Unsere kulinarische
Reise zu einigen Trattorien und idyllischen Hotels soll Ihnen ein wenig Appetit auf diese
zauberhafte Region machen.
Trattorien und idyllische Hotels
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