
Das mittelalterliche Städtchen
Grasse ist die Geburtsstätte legendärer Parfums wie Channel N° 5 oder Diors "Eau
Sauvage". Hier kann man in eintätigen Kursen seinen persönlichen Lieblingsduft
kreieren.
Der Tag bricht langsam an über den
Hügeln... Umgeben von frisch duftenden Jasminfeldern und der im Hintergrund aufgehenden
Sonne huschen eifrige Pflückerinnen mit ihren traditionellen Strohhüten und Körben
durch die Reihen der Jasminsträucher und ernten die neugesprossenen Blüten.

Seit vier Jahrhunderten wird in dieser herrlichen Gegend Jasmin angebaut. Begünstigt
durch das milde Klima ist eine Ernte täglich zwischen Ende Juli und Mitte Oktober
möglich. Die Ernte hat sich seit
fünf Generationen nicht verändert. Noch heute werden die zarten Blüten per Hand
gepflückt. Eine Mechanisierung ist wegen der Zerstörung der Blütenblätter
ausgeschlossen. Die Familienbetriebe kultivieren daneben häufig Rosenfelder. Besonders
während der Rosenzeit schwelgt ein lieblicher Duft über das Meer an Blüten.
Die
Geschichte des Parfums reicht bis in die Antike zurück. Der Begriff Parfum bedeutet
ursprünglich "durch Rauch", was auf die alten Ägypter und Hebräer
zurückzuführen ist, die an den Götteraltären Weihrauch und Myrrhe anzündeten.
Die ersten parfumierten Bäder nahmen Griechen und Römer in den Thermen. Ab dem 13.
Jahrhundert wurde das Parfum durch die Kreuzzüge an den Königshöfen verbreitet. Unter
Franz I., Heinrich IV. und Ludwig dem XIV, wurde das Parfum dann zu einem unentbehrlichen
Bestandteil der Körperpflege. Im 18. Jahrhundert begann man in Grasse die Handschuhe des
Adels zu parfumieren, die Anfänge für die blühende Parfumindustrie.
Fortsetzung
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